Navigationsgeräte vermieten

Jul 20th, 2007 | By | Category: Offline

TomTom go510Zugegeben, diese Geschäftsidee ist nicht brandneu. Aber schlecht ist sie deswegen noch lange nicht. Navigationsgeräte vermieten! Die kleinen Helfer sind zwar mittlerweile erschwinglich geworden, dennoch scheuen viele davor zurück, sich ein eigenes zu kaufen. Viele denken sich „das brauche ich ja nur 2 oder 3 mal im Jahr“. Womit sie ja gar nicht so ganz Unrecht haben.

Warum also nicht diesen Leuten die Möglichkeit geben, ein Navi zu mieten?

Wir legen uns also ein paar Mittelklassegeräte zu, möglichst einfach zu Handhaben, z. B. TomTom’s und vermieten die Navis dann für eine Tagespauschale. 5 Euro pro Tag wären denkbar. Wenn ein Navi 60 Tage im Jahr vermietet wird (also nicht mal 9 Wochen), haben wir den Kaufpreis schon wieder drin. Spätestens im 2ten Jahr (oder sogar viel schneller) fahren wir also Gewinn ein und verdienen uns einen goldenen Arsch. Naja, zumindest eine silberne Arschbacke. :-) Soweit die Theorie.
Wie vermarktet man das? Nun ja, vor allem bieten sich natürlich lokale Möglichkeiten an, damit die Navis nicht umständlich ins ganze Land verschickt werden müssen. Gut wären also Tageszeitungen und Wochenblätter. Flyer an Tankstellen und bei Autohändlern machen auch Sinn und sind noch dazu beinahe kostenlos. Nicht zu vergessen die Mundpropaganda, so was spricht sich schnell rum.
Wer das ganze etwas professioneller gestalten möchte könnte eine Internetseite einrichten, auf der die Geräte vorbestellt werden können. So kann der potenzielle Kunde direkt sehen, wann ein Navi frei ist und den entsprechenden Zeitraum dann buchen. Navis-mieten.de wäre z. B. noch zu haben.
Nachteile an der Idee: Es sollte wohl eine Kaution verlangt werden, damit die Geräte nicht beschädigt oder gestohlen werden. Das schreckt die Kundschaft leider ab. Außerdem muss es mindestens einen möglichst zentralen Punkt geben, an dem die Geräte abgeholt und zurückgebracht werden können (denkbare Alternativen: ausschließlich per Post verschicken oder Partner wie Tankstellen an der Aktion beteiligen). Zu bedenken: In der Urlaubszeit sind die Navis wohl eher gefragt als sonst, man muss also schauen wie viele man sich zulegt, um die Nachfrage ausreichend zu befriedigen und trotzdem nicht zu viel Kapital zu binden.

Der Bedarf an einem derartigen Angebot ist wohl nicht so hoch, das man damit gleich Reich wird. Trotzdem verdient man sich vielleicht ein nettes Taschengeld, bei geringem Risiko und mit wenig Aufwand.
Wenn du erstmal einen festen Kundenstamm hast, ist es sinnvoll zusätzliche Leistungen oder Artikel anzubieten. Vieles kann auf Provisionsbasis von Partnern vermittelt werden. Wie wäre es noch mit einem Autocheck? Oder einer ADAC-Mitgliedschaft? Haben Sie schon ein Hotel an Ihrem Zielort oder darf ich Ihnen schnell was reservieren und die genaue Route schon mal in Ihr Miet-Navi eingeben?

Wie findest du die Idee? Hinterlasse mir gern ein Kommentar, ich freue mich über Anregungen.

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2 comments
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  1. Hört sich gut an.
    Ich glaube nur, die angesprochenen Risiken sind das Problem… der Ansturm zur Urlaubszeit und letzendlich auch die Kaution.
    Sie müsste ja eigentlich hoch genug sein, um evtl. Schäden oder Verluste auszugleichen. Aber dann könnte sich der Mieter auch fragen „Warum nicht gleich kaufen, wenn ich eh schon 200 Euro Kaution hinterlegen muss“.
    Dies wiederum wäre aber eine Möglichkeit der weiteren Leistungen… vielleicht hat es dem Kunden ja so gut gefallen / er ist so verwöhnt, dass er das Gerät (dann zu einem bevorzugten Preis) übernehmen möchte. Was vielleicht auch das Problem der Kapitalbindung etwas entschärft, wenn einige der Navis die für die Stoßzeit angeschafft wurden danach den Besitzer wechseln…

  2. Danke für dein Kommentar! Den Vorschlag, die Navis ggf. auch zu verkaufen, finde ich gut. So haben die Kunden erstmal die Möglichkeit, sich mit dem Gerät anzufreunden und die „berührungsangst“ zu überwinden. Man könnte ja z. B. die Leihgebühr entfallen lassen, wenn sich der Kunde nach seiner Reise entschließt, das Navi zu behalten.
    Ja, Kaution ist immer ein schwieriges Thema… Zur not geht es ja vielleicht auch ohne, dann halt mit Perso-Kopie, Wasserdichtem Vertrag und im ernstfall einem guten Inkassounternehmen.

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